Die Schützenvereinigung Waldheil 1905 e.V.


Station 1 unserer Historie

 

"Gasthaus zum Goldenen Schiff"

 

Hier fand unsere Vereinsgründung statt!


Station 2 unserer Historie

 

Gasthaus "Zum Kellersbild"

(im Volksmund "Zum Schlappe")

 

Unsere 1. Schießstätte nach der Wiedergründung 1953


 

Die Vereinsgründung des "Schützenclubs Waldheil" erfolgte am 24.Januar 1905 im Gasthaus "Zum

Goldenen Schiff' in der Weststadt. Erster Schützenmeister wurde Heinrich Mayer, der die

Vereinsgeschicke bis 1910 leitete. Bereits 1907 konnte zum ersten Mal dank zahlreicher Spenden

ein König gekürt und mit einer neu beschafften Königskette ausgezeichnet werden. Bei zahlreichen

Wettkämpfen im "Oosgau" und auch bei Gruppenschiessen in Straßburg wurden beachtliche Plätze

erzielt. Das 7. Badische Bundesschießen im Juli 1908 in der Weststadt war für Teilnehmer und

Bevölkerung ein einmaliges Erlebnis. Der l.Weltkrieg unterbrach jäh auch bei SV "Waldheil" das

Vereinsleben bis 1919.

Zur Finanzierung einer Vereinsfahne wurde 1922 eine Fahnenkasse eingerichtet, die nach 3 Jahren

soweit gefüllt war, dass eine Vereinsfahne beschafft werden konnte. Fahnenweihe war unter großer

Anteilnahme der Bevölkerung am 21. Juni 1925. Im August 1930 wurde das 25. Stiftungsfest

gefeiert, bei dem von den Waldheil- Schützen das 5. Bundesschießen des mittelbadischen

Sportbundes "Schloss Hohenbaden" ausgerichtet wurde. Um den weiteren sportlichen

Anforderungen gerecht zu werden, wurde der Bau eines KK-Standes ins Visier genommen, der

dann auch 1935 in einem feierlichen Festakt seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Doch

bald mussten die Schützen aus der Baden-Badener Weststadt dem Ausbruch des 2. Weltkrieges

Tribut zollen und wurden zur Wehrmacht einbezogen. So kamen alle sportlichen Aktivitäten zum

Erliegen. Mit dem Kriegsende 1945 und dem Einzug der französischen Besatzungsmacht war auch

die Auflösung des Schützenvereins "Waldheil"verbunden.

 

Erst im April 1953 konnten sich wieder 29 ehemalige und angehende Sportschützen treffen und die

Vereinswiedergründung vorbereiten, die dann am 17. Juli auch vollzogen wurden. Bei der

Generalversammlung im Januar 1954 wurde Heinrich Kohr in das Amt des Oberschützenmeisters

gewählt, das er bis 1961 begleitete. Geschossen wurde auf einer Luftgewehranlage in den

Nebenräumen des Gasthauses "Kellersbild" im Volksmund war es das Gasthaus "Zum

Schlappe". Innerhalb kurzer Zeit stieg die Zahl der Mitglieder auf 116.

Nach dem Zusammenschluss mit der ebenfalls in der Weststadt ansässigen Schützenvereinigung

Baden- Baden wurde versucht, wieder in Besitz des ehemaligen Schießstandes am "Kellersbild" zu

kommen. Aber alle Versuche blieben erfolglos und so waren die Waldheilschützen froh, wenigstens

wieder das Schützenhaus in Besitz nehmen zu können. Nachdem mit der StaatsforstverwaItung ein

20- jähriger Pachtvertrag zustande gekommen war, wurde das Schützenhaus abgebrochen und im

Gewann "Hinterer Dollen" auf einem neuen Schießplatz aufgebaut. Ein regulärer Schießbetrieb

konnte wieder aufgenommen werden und Trainingsleistungen zeigten bei den Wettkämpfen im

Schützenkreis Hohenbaden, der ebenfalls 1953 wiedergegründet worden war, erste Früchte.Zum

50- jährigen Vereinsjubiläum sollte ein großes Schützenfest vom 30.Juni bis zum 2.Juli 1956 gefeiert

werden. Unter großen Mühen wurde der Festplatz "Am Galgenbach" im Wald des Großen Dollen

von den Mitgliedern hergerichtet. Ein großes FestzeIt mit Tanzbühne wurde erstellt und für

Besucher und Gäste ein Preisschießen ausgerichtet. Es waren ereignisreiche Tage und für die

Weststadt ein großes Erlebnis. 1965 wurde das Pachtgelände erweitert und der Pachtvertrag bis

heute und darüber hinaus um weitere 30 Jahre verlängert.

 

Unter Oberschützenmeister Albert Stadler, der 1961 die Vereinsführung übernahm entwickelte sich

ein reger Schießbetrieb und die Vereinsaktiven waren selbst bei den Meisterschaften des

Südbadischen Sportschützenbundes präsent. Räumliche Enge und Sicherheitsauflagen erforderten

eine Neugestaltung des gesamten Schießbereichs. Auf Helmut Kohr, der 1975 Albert Stadler als

Oberschützenmeister "beerbte", wartete viel Arbeit. Mit den Mitgliedern und französischen Pionieren

aus Rastatt, die mit schwerem Gerät die Erdarbeiten kostenlos ausführten, gelang es ihm bis 1980

die Sportanlage auf das angepeilte Niveau zu bringen. Mit 6 Gehmann-Ständen und 5 elektronischen

Luftgewehrständen konnte nunmehr der Schießsport wieder ausgeübt werden. Gerade im Luftgewehr-

bereich war die Begeisterung so groß, dass schon 1983 unter der Regie des Helmut Kohrs und des

Schießleiters Bernhard Ihle mit dem Ausbau einer Luftgewehrhalle im Obergeschoß begonnen wurde,

die im Dezember 1986 fertiggestellt war.

 

Nach dem plötzlichen Tod von Helmut Kohr übernahm 1994 Heinz Brommer die Leitung des Schützen-

vereins. Ein gewaltiges Unwetter, das 1998 niederging und eigentlich nur ein lokales Baden-Badener

Ereignis war, verursachte gewaltige Schäden an der Schießanlage. Diese versuchte Heinz Brommer mit

viel Energie zu beseitigen, doch war eine heimtückische Krankheit stärker. Nach seinem frühen Tod wurde

1999 mit Norbert Stadler, einem Sohn des früheren OSM Albert Stadler, ein versierter Mann in die Vereins-

leitung gewonnen, der sich voll in die Organisation des 1OOjährigen Vereinsjubiläum eingebracht hat.

Seine Aktiven unterstützen ihn mit beachtlichen schießsportlichen Leistungen und Erfolgen bei

Kreis- Landes- und Deutschen Meisterschaften. Unter seiner Leitung wurde der Zufahrtsweg zum

Schützenhaus verbessert und eine Rampe für Rollstuhlbehinderte gebaut. Die Parkplätze vor dem

Schützenhaus wurden mit Hilfe des Staatlichen Forstamtes erweitert.Weiter wurde der Eingangsbereich zum

Schützenhaus erneuert. 2013 konnte mit Eigenmitteln und mit Hilfe von Sponsoren die Luftgewehrhalle mit

8 elektronischen Ständen (Marke DISAG) ausgestattet werden.